2 Kommentare

  1. Christian

    CT macht Geschäfte in Russland. Ganz sicher haben er und Putin keine geschäftliche
    Beziehung. Ich wäre mit solchen Behauptungen sehr vorsichtig, wenn sie nicht direkt
    belegbar sind. Es ist also wieder da, das von Ronald Reagan ausgerufene „Reich des Bösen“.
    Dazu kann man auch eine abweichende Sicht haben, aber lassen wir das.
    Was mich aber viel mehr stört ist das permanente Geschwätz der sozialen und jetzt auch
    politischen Verantwortung des FC Schalke 04. Das FC steht für – wir erinnern uns – Fußball Club.
    Ja das sind wir, ein Fußball Verein – mehr nicht. Wir haben weder einen politischen Auftrag,
    noch sollen wir zur politischen Meinungsbildung beitragen. In der Satzung steht vieles, aber
    nichts über den Hunger der Welt oder Weltfrieden. Schon diese komische Sozialromantik
    mancher Fans geht mir auf die Nerven. Da reden Leute von den 1000 Feuern die bestenfalls
    mal eine brennende Mülltonne in Gelsenkirchen gesehen haben. Noch mal wir sind ein
    Fußball Verein dessen Mitglieder jedes Jahr neu darum kämpfen müssen das ihre Interessen
    halbwegs gewahrt bleiben – das allein ist schon schwierig genug. Wir sollten uns nicht
    überdehnen und ja Geld stinkt manchmal, aber es wird immer gebraucht.

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    • Marius

      Puh, ganz schwieriges Thema.
      Zuerst: Hat man große geschäftliche Beziehungen in Russland, ohne sie gleichzeitig auch mit Putin zu haben? Ich weiß es nicht bezweifle es aber.

      Und nein, mir geht es nicht darum, dass ich wieder das Reich des Bösen ausrufe. Hier geht es nicht um den Besuch der Mannschaft in der Gazprom-Zentrale, sondern um einen Besuch im Kreml. Politischer wird es nicht gehen. Und genau das stört mich. Wenn die Mannschaft zum Weihnachtsessen bei Alexei Miller aufläuft finde ich es nicht gut, aber es ist wenigstens noch halbwegs nachvollziehbar, da es der Hauptsponsor ist. Aber was in Gottes Namen hat die Mannschaft bei Putin verloren?
      Als Siemens Hauptsponsor bei Real war, gab es da auch eine Audienz im Kanzleramt? Ich denke nicht? Was soll also die Vermischung von Sport/Sponsoring und Politik?

      Zum Thema „soziale Verantwortung“:
      Ich verstehe, wo Du herkommst, aber ich sehe den Verein trotzdem in der Pflicht. Vielleicht ist in diesem Fall das Wort „sozial“ falsch, aber eine Verantwortung hat der Verein trotzdem. Und wenn es nur eine Verantwortung anderen Sponsoren gegenüber ist. Es gab eine Zeit vor Gazprom und es wird hoffentlich eine Zeit nach Gazprom geben. CT setzt aber im Moment auf einen extremen Schulterschluss mit dem aktuellen Sponsor, ohne auf die politische Brisanz zu achten. Und das muss nicht immer förderlich für den Verein sein.

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